27.06 | Hallenputz & Abschlussgrillen


Hallenputz light

Etwas Positives hatte die Trainingspause diesen Frühling. Bereits während der Pandemie hatten sich ein paar Helfer in der Aegeten getroffen, um dem Magnesiumstaub Herr zu werden. Matten und Geräte waren geputzt worden, damit alles einsetzbereit war, als die Jungs im Mai ihr Training wieder aufnehmen durften. Deshalb konnten sich die vielen Helfer diesen Samstagvormittag freuen, dass ihnen viele der Arbeiten erspart blieben. Die Schnitzelgrube allerdings musste dennoch leergeräumt werden. Tatkräftig fassten alle mit an und die Schnitzel flogen durch die Halle. Wie jedes Jahr freuten sich nicht nur die Kinder über die Schnitzelschlacht! Das mühsame Ausklopfen blieb erspart, da das Wetter nicht zuliess, dass die Schnitzel nach draussen geräumt werden konnten. Darüber war bestimmt keiner traurig…  Da nun mehr Arbeitskräfte frei waren, konnte erstmals auch die Bodenbahn demontiert und neu aufgebaut werden. Jetzt steht sie wieder bereit für viele Flick-Flacks, Überschläge und Saltos. Früher als gewohnt verliessen alle fleissigen Helfer die Halle, um sich für das Abschluss-«Grillen» am Abend zu richten. 

Dank und Ade

Auch der abendliche Anlass zum Ende der Wettkampfsaison fand dieses Jahr unter veränderten Bedingungen statt. Ehrungen konnte der Vorstand aufgrund der ausgefallenen Wettkämpfe leider keine vornehmen. Trotzdem haben alle fleissig applaudiert: Nicolas Thiébaud fand viele Gründe, Dank zu sagen: Den Turnern, die trotz Trainingsunterbruch durchgehalten haben, den Trainern, den Eltern und allen anderen, die Einsatz fürs TZ Rheintal gezeigt haben. 

Traurig waren die Verabschiedungen von Noah Steger und Serguei Chipounov.

Noah hat sich nach seiner erfolgreichen Zeit im TZ entschieden, nach dem P3 diesen Sommer seine aktive Kunstturnkarriere zu beenden. Er wurde von seinen Turner-Gspänli Noah Bischof und Flavio Hauser mit persönlichen Briefen verabschiedet, die das Publikum zwischendurch auch lachen liessen.

Wehmütig stimmte vor allem der Abschied vom langjährigen Trainer Serguei Chipounov. Nach 14 Jahren im TZ hat er so manche Turnerkarriere mitgeformt. Nico fand anerkennende Worte für seine Arbeit und überbrachte ihm beste Wünsche für seine Zukunft. Unter tosendem Applaus nahm Serguei zwei Geschenke entgegen. Ein Bild, das ihm hoffentlich Freude bereitet, wenn er sich an die tollen Jahre im TZ zurückerinnert. Und etwas Gefreutes für die Zukunft - Tickets für das Mehrkampffinale der Männer an der Kunstturn-EM 2021 in Basel. Der eine oder der andere wird ihm dort vielleicht in den Zuschauerrängen begegnen

 
 

14.06. | Im Sturm der Corona-Krise


Hochmotiviert trainieren die jungen TZ Rheintal-Turner wieder in der Halle. Die Corona-Krise wird allerdings nicht spurlos am Verein vorbeigehen. Die finanziellen Nachwehen werden wohl noch länger zu spüren sein.   

Wir erinnern uns alle noch lebendig an jenen Freitag, an welchem der Bundesrat am Nachmittag in seiner Pressekonferenz wie ein Donnerknall bekannt gab, dass er die Schulen im ganzen Land ab sofort schliesst. Wie eine aufziehende dunkle Wolkenwand breitete sich Unsicherheit bezüglich des Trainings bei den Kunstturnern aus. Können wir den Betrieb vielleicht in kleinen Gruppen mit Schutzmassnahmen aufrechterhalten?

Jähes Ende

Schnell wird jedoch klar: Das Training wird zum Schutze aller eingestellt. Die Wettkampfsaison ist zu Ende, bevor sie angefangen hat. Gerade haben die jüngsten Turner des Einführungsprogramms ihre Wettkampfvorbereitung mit dem internen Trainingswettkampf beendet, da müssen Sie ihre Vorfreude wieder begraben. Die Turner der Programme P1 bis P3 beenden die Vorbereitung sogar ohne internen Trainingswettkampf.

Die Enttäuschung ist natürlich gross, bei Turnern wie Trainern, hat man doch hunderte von Trainingsstunden investiert, um sich von März bis Juni national zu vergleichen und sich zu beweisen. Nun gehen die schweisstreibenden Stunden in der heranrollenden Corona-Welle unter.

Schmerzlicher noch ist die Absage des Heimwettkampfes – des Rheintalcups. Sollte doch ausgerechnet dieses Jahr das 25. Jubiläum gefeiert werden. Sogar die Nationalmannschaft hatte sich angekündigt.  Auch hier – die Planung und Organisation geht im Sog des Corona-Wirbels unter und mit dem Anlass auch die wichtigste Einnahmequelle des TZR.  

Treue Sponsoren

Hinter den Kulissen des Vereins tobt der Corona-Sturm heftig: Der noch junge Vorstand wird neben der intensiven Suche nach einem kompetenten Cheftrainer mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. Es gilt abzuklären, wie die Berufstrainer weiterhin angestellt bleiben und bezahlt werden können. Wie sollen Einnahmen generiert werden - ohne den Rheintalcup?

Erfreulicherweise darf das TZ Rheintal auf eine gute Beziehung zu seinen Sponsoren bauen und kann sich in dieser turbulenten Zeit auf ihre Solidarität verlassen. Einige von ihnen werfen uns Rettungsleinen in die tobenden Wogen und halten uns so über Wasser. Dafür danken wir unseren Sponsoren von ganzem Herzen.

Heimtraining

An der Front sind die Trainer gefordert. Der Interims-Cheftrainer Martin Weibel entwirft im Eiltempo Trainingspläne und Konzepte, wie man die Motivation der Turner auch im einsamen Heimtraining hochhalten kann. Ein Aussetzen des Trainings ist in einer Spitzensportart wie Kunstturnen nicht denkbar. Die erarbeitete Kraft und Beweglichkeit muss möglichst erhalten bleiben, um später nicht zu weit im Trainingsaufbau zurückzufallen. Ausserdem kann man einen Körper, der sich an sechs Trainingseinheiten die Woche à dreieinhalb Stunden gewöhnt ist, nicht einfach auf Null setzen.

Die Turner dürfen Kleingeräte aus der Halle mit nachhause nehmen. Ausserdem gibt es für jeden Turner einen fix festgelegten Video-Chat-Termin mit seinem Trainer, um Fortschritte festzuhalten, Krisen zu besprechen oder auch nur die Freude am Sport zu teilen. Beliebt und motivierend sind die wöchentlichen Challenges, welche von Martin Weibel per Video-Anleitung gestellt werden und deren Gewinner mit kleinen Preisen per Post belohnt werden. Die Aufgabenstellungen sind lustig und mit Herzblut erstellt. Jeden Sonntag warten die Turner gespannt auf die Video-Beweise der Kammeraden, welche in der Umsetzung oft kreativ sind und unterhaltungswert besitzen. Mit den neuen Gewohnheiten scheint sich auch der Sturm langsam zu legen und ob den neuen Ritualen stimmt sich manch einer versöhnlicher mit der Situation.

Neuer Cheftrainer

Der grösste Lichtblick am Horizont ist jedoch die Zusage des Interim-Cheftrainers Martin Weibel (ehemaliger Cheftrainer des Regionalen Leistungszentrums Luzern), dass er dem TZR in Zukunft als Cheftrainer in Festanstellung erhalten bleiben wird. Obwohl er den Normalbetrieb im März nur sehr kurz erleben durfte, beschliesst er, seine berufliche Karriere ins Rheintal zu verlegen. Der Vorstand ist erleichtert und sehr glücklich, dass er seinen Wunschkandidaten verpflichten kann. Gerade in der Krise hat Martin Weibel bewiesen, dass er fähig ist, das Trainings-Boot ruhig und zielgerichtet mit Herz und Verstand zu steuern. Herzlich willkommen!

Wiedereinstieg mit Schutzkonzept

Nach dem ersten Lichtblick am Horizont folgen die Vögel, die Land versprechen. Am 11. Mai durften wir das Training wieder in der Halle starten. Dank dem aufwändig erarbeiten Schutzkonzept öffnen sich für die TZR-Turner wieder die Türen ins Schnitzelgruben-Paradies. Sorgfältig werden die Athleten wieder an das gewohnte Pensum herangeführt. Die zufriedenen Gesichter zeigen deutlich, dass kein Heimtraining das Erlebnis an den Geräten ersetzen kann.

Zurück zur Normalität

Im Juni und Juli folgen nun die Übertritte in die nächsthöheren Programme, auch wenn die Wettkampferfahrungen dieses Jahr fehlen. Denn nach dem Corona-Sturm bedeutet schon bald wieder vor den Kadertests. Ab August wird der Fokus neu gestellt sein – volle Kraft voraus!

 
 

19.1. | Winter-Familientag ❄Eiszauber❄


«Eiszauber»

Nach einem langen und warmen Winteranfang trafen sich die TZ-Rheintal-Turner mit Ihren Familien bei endlich kalten Temperaturen in Altstätten zum Schlittschuhlaufen. Ausdauernd drehten Grosse und Kleine ihre Runden, wobei sich manche (nicht nur kleine!) Kinder auch gerne auf den Rutschtieren übers Eis stossen liessen. Der zwischenzeitlich fallende Regen machte unseren hartgesottenen Turnern nichts aus.

Unter Dach trafen sich derweil die älteren Semester zum Eisstockschiessen. In einem spannenden Mannschaftwettkampf massen sich Eltern, Trainer und weitere Mitglieder in Präzision und Augenmass. Dabei wurde bei Glühwein und Punsch gefachsimpelt über die Beschaffenheit bzw. die Neigung der Eisbahn, welche doch klar zum Vorteil des Gegners gewesen sein musste!

Mit roten Wangen (von der sportlichen Anstrengung oder vom Zielwasser?) wechselten wir von der kalten Eisbahn in die wohlig warme Stube des Restaurants Adler in Oberriet. Dort wurden wir mit bunten Hamburgern überrascht. Nachdem die hungrigen Mäuler gestopft waren, ergriff Präsident Nicolas Thiébaud die Gelegenheit, ein paar Worte an die Anwesenden zu richten. Einen grossen Dank sprach er an Manuel Kast aus. Wann immer es Not am Mann gibt, Manuel versucht es zu richten. Unter Applaus überreichte Nicolas ein Präsent an Manuel, um unsere Wertschätzung auszudrücken. Merci Manuel!

Aufmerksam wurde auch gelauscht, als Nicolas über den aktuellen Stand der Trainersuche berichtete. Hier heisst es nun «Daumen drücken».

Viele Anwesende liessen nach der Ansprache den Abend mit einem süssen Dessert ausklingen und langsam traten einer nach dem anderen die Heimreise an. Einmal mehr war es ein geselliger und familiärer Anlass, der Freude machte. Wir freuen uns schon aufs nächste Zusammentreffen im Sommer!